Archiv der Kategorie ‘Leben‘

 
 

Plötzlich schmeckt mir Rum

Rum als Sommergetränk habe ich lange Zeit unterschätzt – oder besser, ich wäre nicht auf die Idee gekommen, dass das Zeug zu etwas anderem als zum Mixen oder für einen heißen Grog im Winter zu gebrauchen ist. Bei einem London-Aufenthalt kürzlich hat mich ein hervorragend zubereiteter, 12-jähriger Diplomático eines Besseren belehrt. Dieser hier zwischen 35 und 40 Euro die Flasche erhältliche Tropfen aus Venezuela ist angeblich auch der Lieblingsrum des dortigen Staatspräsidenten Hugo Chavez.

Zur Zubereitung: Auf ein paar mit Angostura getränkte Krümelchen Rohrzucker gibt man ca. 4cl Diplomático und füllt das Glas mit Crash-Eis. Glasgröße beziehungsweise Eis-Menge richten sich hier nach der persönlich gewünschten Stärke, mit einem Whisky-Tumbler liegt man gut im Rennen. Abschließend fächert man noch das Aroma einer hauchdünn geschälten Orangenschale darüber, Strohhalm rein und gut (bzw. sehr gut).

Der Diplomático hat ein wunderbares Aroma und ist unglaublich weich und geschmeidig. Dementsprechend lässt er sich natürlich auch hervorragend pur genießen. Einfach mal kaufen, wer mich kennt kann gerne auch auf ein Schlückchen vorbei kommen.

Wenn wir schon beim Rum sind…
Kraken wird derzeit in den USA groß abgefeiert. Hierzulande ist der tiefschwarze, in einer hübschen Flasche angebotene Rum noch nicht allzu bekannt, ich kann mir aber gut vorstellen, dass sich der entsprechende In-Status noch einstellt. Das Zeug schmeckt dank seiner starken Schokoladennote auf jeden Fall interessant, ist mir allerdings einen Tick zu stark gezuckert. Kopfwehgefahr. Bei Frauen kommt der likörähnliche Kraken jedenfalls stets gut an, ein Testkauf wird somit keineswegs in der Hausbar vergammeln.
Ach ja, und es gibt ‘ne kostenlose Kraken iPhone-App.

Single Malt zu Hammelkotelett

Wer in New York auf der Suche nach einem guten Abendessen ist, dem kann ich wärmstens Keens Steakhouse empfehlen – 36ste Straße West, zwei Blocks vom Empire State Building. Der Laden ist generell voll, wer also lieber am Tisch sitzt, reserviert besser. Meine Empfehlung: gleich nach der Tür rechts durchgehen, und sich ein freies Plätzchen an der Bar suchen. Auf Wunsch gibt es dort nicht nur das Bar Menue, sondern auch die komplette Speisekarte.

Die Barkeeper, die ich dort erleben durfte, haben allein’ schon den Besuch gelohnt. Hochprofessionell im Auftreten und Hantieren, dazu kompetente Berater für den unschlüssigen Gast.
Essenstechnisch habe ich mich nach Studium der Karte für “Keens Legendary Mutton Chop” entschieden, und zu meiner Überraschung wurde mir vom Barmann dazu ein Whiskey empfohlen: Aberlour a’bunadh, ein rarer schottischer Single Malt, dessen Qualität mir der Keeper in wärmsten Tönen beschrieb. Gesagt getan, die Entscheidung habe ich auch keine Sekunde bereut, der Hammel und der im Sherry-Fass gereifte Malt ergänzten sich perfekt.
Aber keine Angst, wer keine Expermiente machen will, erhält im Keens neben sehr guten Weinen auch ein einfaches Bier zum Essen.

Ein Köder noch für die Whiskey-Freunde unter den Lesern: Im Keens gibt es getrennte Karten für Single Malt und Bourbon. Die Single-Malt-Karte hatte wenn ich mich recht entsinne mehr als 300 Einträge…

Schöne Fotos von Keens Steakhouse gibt es in deren Flickr-Galerie.

Steaksoße und Ketchup richtig dosieren

Falls sich schon mal jemand gefragt hat, was die kleine 57 auf dem Hals der Heinz-Flaschen für einen Nutzen hat: Sie markiert das perfekte Ziel für leichte Schläge mit dem Handballen, wenn man die Soßen- oder Ketchupmenge sanft dosieren will. Schläge auf den Flaschenboden sind dagegen verheerend (wie vermutlich jeder weiß).

Die “57 Varieties” von Heinz sind übrigens frei erfunden, wie ich irgendwo mal gelesen habe; das haben sich die damals einfach so ausgedacht weil es besser klingt. Und klar, wenn man weiß, wo die 57 steht, funktioniert der Trick auch mit jeder anderen Soßenflasche.

KitKat & Co. killen den Urwald

Nestlé ist (mal wieder) in der Kritik. Wusste ich ehrlich gesagt nicht, die Sache mit dem Palmöl. Schadet jedenfalls nichts, weniger KitKat zu essen. Greenpeace argumentiert hier, Nestlé da.

Klar, dass die jetzt sagen, Sie wollten das eh schon lange ändern und es daure nur noch ein wenig. Ich denke das geht auch schneller wenn man weniger von dem Zeug kauft.

Gegen das Video geht Nestlé übrigens vor, wg. “Copyright-Verletzungen”…
(via Malte Welding)